ISTANBUL - Orient und Okzident

Vom Okzident zum Orient - in Istanbul trennt der Bosporus Europa von Asien. Die griechische Kolonie Byzantion wird 330 durch Kaiser Konstantin I. dem römischen Reich einverleibt und er macht nun Konstantinopel zur Hauptstadt des Römischen Reichs. Nach tausend Jahren waren die Belagerungen der Stadt durch die Osmanen erfolgreich und Syleymann der Prächtige wurde Herrscher von Istanbul, wie es nun hieß.

Im Westen ist man sich kaum bewusst, welch große Bedeutung das Byzantinische Reich und seine Kultur für die europäische Geschichte hatte. Als "Byzanz" wurde das östliche Römische Reich mit der 324 n. Chr. von Kaiser KONSTANTIN gegründeten Hauptstadt Konstantinopel erst von den Humanisten der Renaissancezeit bezeichnet. Die Byzantiner selbst verstanden sich dagegen als Römer (griech.: Rhomaioi) und rechtmäßige Nachfolger des Imperium Romanum. Die Kaiserkrönung JUSTINIANS I. leitete 527 einen rasanten Aufschwung des Oströmischen Reiches ein. Parallel zu den militärischen Erfolgen blühten unter JUSTINIAN auch Kultur und Handel auf. Als imposantes Zeugnis seines Anspruches, über Staat und Kirche zu herrschen, ist bis heute die "Hagia Sophia" in Istanbul zu besichtigen. Besondere Beachtung in künstlerischer Hinsicht verdienen die Ikonendarstellung, aber auch die Literatur und die Geschichtsschreibung sowie die von mehreren byzantinischen Kaisern in Auftrag gegebenen Gesetzessammlungen.

Von Köln/Bonn fliegt man ca. 2 1/2 bis 3 Stunden nach Istanbul. Überrascht war ich von der vielseitigen und guten Küche! Aus unserer Deutschland-Erfahrung erwartet man eher die "Imbißbuden-Qualität" hiesiger ausländischer Stände. Doch weit gefehlt! Die Imbißstände, Büdchen usw. gibt es in Istanbul auch, aber a) wird eine hohe Eßkultur gepflegt und b) schmecken die Sachen ganz hervorragend! Gebackenes, Gemüse, Pürees, Salate, Gehacktes ... natürlich auch Lamm und Hammel, was nicht so mein Ding ist.
Noch etwas: Alles ist relativ preiswert zu unseren Preisen und die Bedienung ist überwiegend freundlich und zuvorkommend.
Vom Dachrestaurant des Hotels - wo wir auch gefrühstückt haben - hat man einen schönen Blick über die Altstadt und das Marmarameer.

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Hagia Sophia

Für jeden Besucher ein Muss! Bis zur Errichtung des Petersdomes war die HS die größte Kirche der Welt! Beim Bau 552 die " Kirche der Heiligen Weisheit" unter Justinian I. wurde sie nach dem Fall Konstantinopels zur Moschee und 1934 von Attatürk in ein Museum umgewandelt: "Ayasofya Müzesi". Sie gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.

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Als Krönungskirche der byzantinischen Kaiser (seit 641) und Ort wichtiger historischer Geschehnisse ist die Hagia Sophia in besonderer Weise mit der byzantinischen Geschichte verbunden. Ihr Bau und ihre Symbolkraft waren von außerordentlich hoher Bedeutung für die orthodoxe Christenheit und das Reich. Daher gilt sie den meisten Christen noch heute als großes Heiligtum. Mit der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen wurden christliche Insignien, Inneneinrichtung, Dekorationen und Glocken der Hagia Sophia entfernt. Als Hauptmoschee der Osmanen adaptiert, stellten sich die Sultane des 16. und 17. Jahrhunderts mit bedeutenden architektonischen Rezeptionen der Hagia Sophia in die byzantinische Tradition (die berühmteste dieser Rezeptionen ist zum Beispiel die Sultan-Ahmed- oder blaue Moschee).
[Wikipedia]

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Der Topkapi-Palast

Mit dem Bau wurde kurz nach der Eroberung Konstantinopels (1453) durch Sultan Mehmed II. begonnen. Zunächst ordnete er die Errichtung des Palastes auf dem heutigen Beyazitplatz (Beyazit Meydani) an, entschied sich dann aber für die heute Sarayburnu genannte Landspitze zwischen Goldenem Horn und Marmarameer. Dabei wurden Teile des byzantinischen Mangana-Palastes überbaut.
Ihr heutiges Aussehen erhielt die Anlage durch umfangreiche Renovierungen und Erweiterungen bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts. Seit Mehmed II. residierten alle osmanischen Herrscher im Topkapi-Palast, bis Sultan Abdülmecid I. im Jahre 1856 das neue Dolmabahçe Sarayi auf der anderen Seite des Goldenen Horns am Ufer des Bosporus bezog. Beide Paläste sind heute Museen.

Der Palast besteht nicht aus einem einzelnen, sondern getreu der türkischen Tradition aus mehreren Gebäuden in einem großen Garten. Mit einer Fläche von über 69 Hektar und bis zu 5000 Bewohnern war der Palast eine eigene Stadt. Man nannte ihn anfangs Saray-i Cedîd-i Âmire, bevor sich im 18. Jahrhundert der Name Topkapi Sarayi durchsetzte, der sich von der palasteigenen Kanonengießerei ableitete.

Der Palast ist in vier Höfe unterteilt, die jeweils durch eigene Tore erreicht werden. Mit seiner Lage auf einer Landspitze bietet er eine beispiellose Panoramasicht auf Istanbul, den Bosporus und das Goldene Horn.

Das Tor links hat den blumigen Namen "Tor des vom Paradiesvogel beschatteten Kaisers", das Tor rechts "Tor der Begrüßung" (Es hätte genausogut "Tor des Abschieds" heißen können, denn dort wurden die in Ungnade gefallenen Führungskräfte geköpft und der Scharfrichter wusch sind die Hände und sein Schwert sauber an einem kleinen Brunnen am Tor).
(Wikipedia)


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Vom Pavillion des Palastes hat man eine sehr schöne Aussicht auf den Bosporus und das Goldene Horn (iftariye-Pavillion)! Ein stetiger Schiffsverkehr zwischen "Europa und Asien" ist zu beobachten.
Unterhalb der Mauern kann man in einem größeren Restaurat speisen!
Interessant ist auch die offizielle (nur englische)
Seite Topkapi-Palast

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Harem (arabisch: "das Verbotene")
Der Harem, in dem die Sultane ihr Privatleben verbrachten und mit ihren Familien zusammen lebten liegt in Richtung Goldenes Horn. Der Harem konnte nur durch die Sultan (Padischas), deren Frauen, Haremsfrauen, Konkubinen, Prinzen und Fürsten, die den Harem schützten, betreten werden. Für alle anderen war während der gesamten osmanischen Geschichte der Zutritt zum Harem verboten.
(aus dem offiziellen Prospekt)

Der Harem ist nicht im Besuchsprogramm enthalten und muss besonders gebucht werden.

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Die blaue Moschee

Die Sultan-Ahmed-Moschee (türkisch Sultanahmet Camii) in Istanbul wurde 1609 von Sultan Ahmed I. in Auftrag gegeben und bis 1616, ein Jahr vor dem Tod des Sultans, vom Sinan-Schüler Mehmet Aga erbaut. Nach der Säkularisierung der kaum 500 Meter entfernten Hagia Sophia ist sie heute Istanbuls Hauptmoschee und ein Hauptwerk der osmanischen Architektur. In Europa kennt man sie als "Blaue Moschee" wegen ihres Reichtums an blau-weißen Fliesen, die die Kuppel und den oberen Teil der Mauern zieren, aber jünger als der Bau selbst sind. Kunsthistorisch bedeutsamer sind die Fliesen auf dem unteren Teil der Mauern und den Tribünen: Sie stammen aus der Blütezeit der Iznik-Fayencen und zeigen traditionelle Pflanzenmotive, bei denen Grün und Blautöne dominieren. Die Ausmalung des Innenraumes wurde auf Rosa geändert. (Wikipedia)
Die Moschee ist eines der wenigen islamischen Gotteshäuser der Welt mit sechs Minaretten, nur die Hauptmoschee in Mekka hat mit neun Minaretten mehr als die Sultan-Ahmed-Moschee. Gemäß Hofchronisten hatte der Sultan bei der Auftragsvergabe vom Architekten verlangt, die Minarette zu vergolden. Da das aufzuwendende Blattgold aber das ihm vorgegebene Budget vollkommen überschritten hätte, "verhörte" sich Mehmet Aga und machte aus dem türkischen Wort "altin" (Gold) die Zahl alti ("sechs"). (Wikipedia)

Çamlica-Hügel

Çamlica ist ein Stadtviertel auf der asiatischen Seite Istanbuls. Dieser Stadtteil ist der Namensgeber für die zwei Hügel, die zu den höchsten Hügeln Istanbuls zählen: Der "Büyük Çamlica" (Große Camlica) und der "Küçük Çamlica" (Kleine Camlica) bieten den schönsten und weitesten Blick auf Istanbul.
Hier kann man den Sonnenuntergang über der Altstadt besonders schön erleben.
In Çamlica steht auch der Fernsehturm Çamlica.

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Eyüp und das Café Loti

Vom Café Loti (Dort traf sich der franz. Schriftsteller heimlich mit seiner türkischen Geliebten) hat man einen fantastischen Ausblick auf das Goldene Horn und die Altstadt von Istanbul. Am Fuße des Hügels liegt der Fahnenträger Mohameds - Eyüp - in einer eigens errichteten Moschee begraben; er gab dem Stadtteil seinen Namen. Der ganze Hügel ist zu einem Friedhof geworden, denn wie auch die Christen suchen die Muslime die Nähe der Heiligen, gleich der Nähe zum Paradieses.

Auf dem Bosporus

Der Bosporus
(griechisch "Rinderfurt", türkisch Bogaz "Schlund", bzw. Karadeniz Bogazi für "Schlund des Schwarzen Meeres"; veraltet "Straße von Konstantinopel")

Zu jedem Istanbulbesuch gehört eine Fahrt auf dem Bosporus, der das Marmarameer mit dem Schwarzen Meer verbindet. Er stellt zudem die Grenze zwischen den Kontinenten dar. Der Bosporus hat eine Länge von ca. 30 km und eine Breite von minimal 700 m und maximal bis zu 2,5 Kilometer. In der Mitte variiert die Tiefe zwischen 36 und 124 m.
Die Fahrt beginnt am Goldenen Horn, man fährt hinaus - unter der Brücke durch - und links die Meerenge hinauf. Das Goldene Horn trennt die Kernstadt von Istanbul auf europäischer Seite.

Prächtige Paläste und Villen säumen das Ufer; auch erstaunt ein sehr dichter und bunter Bootsverkehr (bis hin zum Tanker). Wir hatten das Glück, als Reisegruppe ein Boot für uns allein zu haben! Zwei Brücken überspannen den Bosporus im Bereich von Istanbul und verbinden so Europa mit Asien.

An unserem Ziel am Stadtrand von Istanbul, noch ca. 12 km vom Schwarzen Meer entfernt, erwartete uns ein wohlschmeckenden Mittagessen und danach unser Bus. Er brachte uns durch die Stadt zurück zum Hotel.

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