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Algarve 2010

Sonne, Wind und Felsen

KARTE 
In der Regel kommen die sonnenhungrigen Besucher in Faro an und werden - wenn sie sich nicht einen Mietwagen nehmen - per Tranfer zu ihrem Hotel gefahren.
Grob gesagt, geht es von Faro in Richrung Osten zur "Sandalgarve" (warme, sonnige Sandstrände) und Richtung Westen zur "Fels-Algave" (steile Felsen, windig, aber mit atemberaubenden Buchten). Auch vom westlichsten Punkt Europas (Sagres) gibt es an der felsigen Atlantikküste nordwärts wunderbare Buchten. Doch wir fahren zuerst zu unserem Home »Colina da Lapa«.
Die Anlage liegt nahe dem Ort »Cavoeiro«, ziemlich in der Mitte der Algarve, grob dort, wo der Rio Arade in einem Delta in den Atlantik mündet. Hier haben sich auch deutsche Residenten einen Namen gemacht.
Über »Ferragudo«, das direkt an der Mündung liegt, fahren wir zu einer größeren Hängebrücke, um auf die andere Seite des Flusses nach Portimão zu gelangen, die nächste größere Stadt. In Portimão bereiten sich auch deutsche Fußballmannschaften auf die nächste Saison vor (der 1. FC Köln war nach uns dort).

Portimão
Die Ursprünge menschlicher Besiedlung im Kreisgebiet gehen bis auf die Jungsteinzeit zurück. Auch aus der Zeit der römischen Bewohner sind eine Vielzahl Spuren erhalten geblieben, darunter Gefäße, Münzen und Gebäudereste. Die Araber hinterließen insbesondere botanische und architektonische Spuren, darunter zu heutigen Kapellen umfunktionierte Gebäude oder markante Schornsteine im Häuserbau. Nach Abschluss der Reconquista wurde der Ort als Vila Nova de Portimão erst im 15. Jahrhundert unter König D.Afonso V. wieder nennenswert bevölkert. Im Zuge der aufkommenden Portugiesischen Entdeckungsreisen nahm die Bedeutung des Hafenortes zu. Nach den Zerstörungen, die der Ort beim Erdbeben von Lissabon 1755 erlitt, erholte sich Portimão nur langsam. Erst im 19. Jahrhundert, mit der Entwicklung der Nahrungsmittelindustrie (insbesondere Konservenfabriken, Trockenfrüchte und Fischerei und Weiterverarbeitung der Fänge), erhielt der Ort einen wesentlichen Entwicklungsschub. 1924 wurde Portimão zur Stadt (Cidade) erhoben, durch Staatspräsident Manuel Teixeira Gomes, der selbst aus Portimão stammte. aus Wikipedia!

Silves
Fahren wir den »Rio Arade« hinauf ins Landesinnere, erreichen wir die alte Festungsstadt »Silves«, in der wir noch eine mittelalterliche Brücke überqueren. Silves liegt an einem Hang, über dem die stattlichen (sehr gut restaurierten!) Ruinen der Burg thronen. So stärken wir uns erst einmal mit einem Kaffee in einem der typischen Straßencafés hier, bevor wir uns auf den Weg nach oben machen!
Unter den Römern wuchs die Siedlung zu einer bedeutenden Stadt, obwohl sie keinen Hafen hatte, sondern am Rande der Serra de Monchique lag. Ob die Zisterne, Vorratsgruben und die Stadtmauer auf die römische Zeit zurückgehen, ist unklar. Ebenso unklar ist, ob die alte Brücke ein römischer oder westgotischer Bau, oder ob sie noch jüngeren Datums ist. Mehrere Inschriften, dazu Keramik und das Straßennetz stammen in jedem Falle aus römischer Zeit. Ende des 5. Jahrhunderts fiel die Algarve an das Westgotenreich. Sie fiel auch während der Expansionsphase unter Kaiser Justinian I., im Gegensatz zu Südspanien, nicht an das Oströmische Reich. (aus Wikipedia)

Anstelle der früheren Moschee wurde 1189 mit dem Bau der dreischiffigen Kathedrale Sé begonnen, deren Bau 1242 fortgeführt und durch das Erdbeben 1755 fast vollständig vernichtet wurde. Er wurde im gotischen Stil wieder aufgebaut, erfuhr aber infolge der häufigen Wiederaufbau- und Restaurierungsarbeiten, die die Erdbeben nötig machten, einige Änderungen.

Einige der Kreuzritter, die bei der Eroberung Silves gefallen waren, wurden in der Kathedrale bestattet. Die Capela de Nossa Senhora dos Mártires in der Unterstadt soll von König Sancho I. eigens für diesen Zweck erbaut worden sein. Der Dom von Silves beherbergt außerdem das Grab von Dom João II., der 1495 in Alvor starb sowie die Sarkophage der Bischöfe von Silves. Infolge des Erdbebens soll sich allein das manuelinische Portal aus dieser Zeit erhalten haben.
Vor dem Castelo dos Mouros, das mit seinem roten Sandstein nicht nur das Wahrzeichen der Stadt, sondern den wichtigsten Anziehungspunkt darstellt, steht eine massive Bronzeplastik von König Sancho I.. Ein Schacht führt in eine von den Römern und später von den Mauren ausgebeutete Kupfermine. Daneben sind die maurischen Zisternen, die von vier bis sieben Meter hohen Bögen umgeben sind und denen in Cáceres und Palästina ähneln, sehenswert. Die Porta de Loulé wurde als Teil der almohadischen Stadtmauer restauriert.
(aus Wikipedia)